Sunshine – Die Flotte bekommt Zuwachs

Wie im vorhergehenden Blogbeitrag beschrieben, verkaufe ich meine beiden Boote Surprise und Butz. Surprise hat bereits eine neue Eignerin gefunden. Butz ist noch in Verhandlungen.

Da ich aber weiterhin auf dem Bodensee segeln will, habe ich mir bereits ein neues Boot erworben, oder besser gesagt, ein altes Boot, welches restauriert wurde. Mein Ziel ist es, mehr Touren auf dem See zu machen und keine Regatten mehr zu segeln. Ganz nach dem Motto: Genusssegeln.

Das neue Schiff ist eine Vindö 32 mit Jahrgang 1984. Es ist eines der letzten Boote, welches noch von der schwedischen Vindöwerft vor dem Konkurs gebaut wurde. Das Boot hat ideale Masse für den Bodensee und ist hier auch beliebt, was die hohen Zahlen an Schiffen bestätigt. Für meine Frau und mich ist genügend Platz für mehrtägige Fahrten vorhanden. Zwar liegt die Bootsgeschwindigkeit weit hinter dem Butz und auch die Distanz zum Element Wasser ist grösser. Ich war aber doch erstaunt ob der guten Segeleigenschaften.

Nun freuen wir uns auf die kommende Saison, in welcher wir uns auf der Sunshine einleben werden. Einen ersten mehrwöchigen Eindruck konnten wir bereits in diesem Jahr noch gewinnen, und der ist vielversprechend.

 

Zu verkaufen

 

Butz (1 von 1)

Surprise Prospekt (10 von 11).jpg

Leider muss ich mich von beiden Booten, Butz und Surprise trennen!

Wer Interesse hat, melde sich bitte per Mail an: edy@edysuter.ch. Ich sende dann Detailunterlagen zum gewünschten Boot. Im Vordergrund stehen Käufer/innen, welche Freude an klassischen Booten haben und diese auch zu schätzen wissen.

Surpris hiess Alphée II

Surprise hiess Alphée II und war 1956 Vice Schweizermeisterin

Atilan Resultate 1956-2 (1 von 1)

 

Aus einem Bericht im früheren Yachting, der Schweizer Yachtzeitschrift, ist ein Beitrag über die Schweizermeisterschaften 1956 der 15m2 SNS erschienen. Daraus ist ersichtlich, dass der Besitzer und Auftraggeber von Surprise, Herr Cl. Bigar, hinter Henri Copponex Vice Schweizermeister wurde. Copponex selber hat einige 15er gezeichnet und ist auch der Vater der Lacustre.

Weitere Recherchen über Cl. Bigar haben ergeben, dass er ein paar Jahre später auf die 5.5 mR Klasse umgestiegen ist und dort Weltmeister wurde.

Einmal mehr: Surprise hat eine nennenswerte Vergangenheit. Schön, dass Surprise wieder in neuem Gewand weiter segelt.

 

 

Und nun der grosse Moment

Aus Atilan wird Surprise. Es war ja auch eine grosse Überraschung, welche mir meine Familie mit dem Geschenk gemacht hat.

Surprise einwassern (4 von 7)

Die letzte Herausforderung war, Surprise aus der Werkstatt zu fahren und auf den Trailer umzuladen.

Und die letzte Überraschung schliesslich: Surprise schwimmt und bleibt trocken. Die Wasserlinie stimmt auch. Was will man mehr nach 6 Jahren Restauration.

Edles Sitzen

Auch die Vorschoter wollen sich mal setzen. So kann man diesen edlen Sitze – einer Steuerbord und einer Backbord – herausziehen. Damit die Zwischenverpflegung nicht bei Lage runterfällt, gibt es noch einen kleinen Kasten.

So tun als ob

Bootsdecke vermessen (1 von 1)

Zum Vermessen der Boostdecke haben wir das Rigg supponiert. Der Mast war eine Latte, der Grossbaum das Original und das Grosstuch das Alte. Wanten, Vor- und Acherstag wurden mit Leinen an die Decke gezogen. Der Hersteller der Bootsdecke meinte: „Aber auf ihre Verantwortung.“ Dabei wollte ich es ihm doch nur einfacher machen. In der Werkstatt vermessen ist alleweil noch angenehmer als auf dem Wasser. Nun ja, wir werden sehen. In jedem Fall sieht die Decke schön aus.

Kiel und das Totholz

Tönt ja schrecklich! Totholz! Dabei ist Holz doch nie tod. Es ist ja organisch. Aber der Holzteil über dem Blei im Kiel heisst nun mal so. Allerdings ist man nahezu tod, wenn man die dicken Eichenbalken zersägt, die Löcher am richtigen Ort gebohrt und dann noch das Profil passend gehobelt hat. Da braucht man kein Fitnessstudio mehr.

Anschliessend wurde der ganze Kiel gespachtelt und grundiert. Ob die Bolzen wohl passen werden? Das wird sich später zeigen.

ein guter Schlaf…. Butz innen

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Kürzlich habe ich neue Polster für das Vorschiff machen lassen. 14mm dick mit einem eingelegten Lattenrost. Herrlich, wie man da schlafen kann. Überhaupt ist die Optik im Bootsinneren sehr beruhigend und wohnlich, obwohl natürlich keine Stehhöhe verfügbar ist. Das Vorschiff bietet 2 Personen einen komfortablen Schlaf und das Mittschiff eine gute Sitzgelegenheit im Trockenen. Dazu kommen ein Kleiderschrank und eine „Pantry“, sprich ein Spirtituskocher mit Geschirr und allem was es braucht, um mal Spagetti oder ein ausgedehntes Frühstück zu machen. Essen sollte man dann allerdings im Cockpit, wo ein geräumiger Tisch installiert werden kann.

Was will man mehr zum eigentlichen Segelspass!

Blendender Wahnsinn

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Wer je einmal ein schönes Stück Holz lackiert hat, kennt es! Der Lack veredelt das Holz und verstärkt die schönen Strukturen. Es ist unbeschreiblich, was da mit dem Deck von Surprise passiert ist. Nach dem 3. Anstrich begann es zu glänzen, so dass man schon fast eine Sonnenbrille aufsetzen musste. Insgesamt werde ich 8 Schlichten aufbringen. Und jetzt kommen die Messingbeschläge noch mehr zur Geltung. Probehalber musste ich natürlich mal welche aufsetzen.

Holz oder Metall?

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Das Masttop perfekt auf die Segel abgestimmt und mit einer Rolle für das Grossfall

Jedes Segelschiff braucht einen Mast. Bei einer klassischen Yacht ist es gar keine Frage, ob er aus Holz oder Metall sein soll. Nur, zu der Zeit, als Surprise gebaut wurde, waren die ersten Metallmasten im Gespräch. Sie bieten doch viele Vorteile, vor allem im Unterhalt.

Doch da habe ich bei Stefan Züst, dem Inhaber einer Werft in Altnau, CH, einen neugebauten Holzmast für einen 45er nationalen Kreuzer gesehen. Und da war mir klar: Holzmast oder nichts.

Stefan überzeugte mich, dass es im Emmental, Kanton Bern, Fichten gibt, die sich für Masten eignen. Und in der Tat: so schönes Holz findet man selten. Die Fasern sind sehr ausgeglichen und die Struktur des Holzes macht einen vertrauenswürdigen Eindruck. Und so baute ein Mitarbeiter von Stefan den wunderbaren Mast. Auch der Segelmacher von Vogel und Meier war angetan und hat seinen Beitrag zur Auslegung des Mastes geleistet. Die Beschläge mussten teilweise speziell gebaut werden. Ganz besonders stolz bin ich auf die Salinge und Jumpstage, welche innen mit einer Karbonschicht verstärkt sind.

Jetzt freue ich mich aber auf das Frühjahr. Dann soll Surprise mit dem schönen Holzmast belohnt werden.